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Mehr Rentner arbeiten in Thüringen weiter

In Thüringen bleiben zunehmend mehr Rentner erwerbstätig. (Archivbild) / Foto: Ella Wenzel/dpa
In Thüringen bleiben zunehmend mehr Rentner erwerbstätig. (Archivbild) / Foto: Ella Wenzel/dpa

Nach dem Ruhestand ist für viele Senioren noch lange nicht Schluss: Wieso bleiben zunehmend mehr Rentner im Arbeitsleben?

In Thüringen haben im vergangenen Jahr rund 33.100 Frauen und Männer in Rente oder Pension weiter gearbeitet. Die Anzahl stieg damit in den vergangenen zehn Jahren deutlich, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Halle mitteilte. 2014 waren im Freistaat noch 21.100 Rentner erwerbstätig. Das entspricht einer Steigerung von knapp 57 Prozent. Mit dem Ruhestand der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge werden künftig noch mehr arbeitende Rentner erwartet.

Die meisten Rentner arbeiten als Minijobber weiter

Den Angaben nach arbeiteten im vergangenen Jahr in Thüringen mehr Männer als Frauen im Rentenalter. Von den 18.900 Männern waren 77 Prozent Minijobber. Sie waren vorwiegend als Fahrer, in der Lagerwirtschaft und bei Zustelldiensten beschäftigt oder arbeiteten als Ärzte weiter. Von den 14.200 erwerbstätigen Frauen im Rentenalter waren 84 Prozent als Minijobberinnen tätig. Sie arbeiteten hauptsächlich im Büro und Sekretariat, in der Reinigung sowie im Bereich der Erziehung und Sozialarbeit.

Gründe für das längere Arbeiten sind nach einer Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf der Grundlage repräsentativer Befragungsdaten überwiegend soziale und persönliche Motive - also Freude an der Arbeit und der Wunsch nach einer sinnvollen Aufgabe. Mehr als zwei Fünftel der Befragten - vor allem bei geringfügig entlohnten Beschäftigten - gaben an, aus finanziellen Gründen im Ruhestand weiterzuarbeiten.

Fachwissen und Erfahrung werden geschätzt

«Es ist zu beobachten, dass immer mehr Betriebe Menschen im Rentenalter einstellen, oft auf geringfügiger Basis, aber auch sozialversicherungspflichtig», erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Ältere Mitarbeiter könnten mit umfangreicher Erfahrung und Fachwissen punkten. Viele seien zudem noch agil, leistungsfähig und zeichneten sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus. Ein vollständiger Ausstieg aus dem Arbeitsleben komme für sie häufig nicht infrage. Viele wollten in Teilzeit arbeiten, um genügend Freiraum für Privates und Erholung zu haben, betonte Behrens.

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