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Tannhäuser-Jubiläum und Outdoor-Schau auf der Wartburg

Von den rund 480.800 auf dem Gelände der Wartburg gezählten Gäste haben knapp 270.400 auch Tickets fürs Museum, Konzerte und andere Veranstaltung auf der zum Unesco-Welterbe zählenden Burg gekauft. (Archivbild) / Foto: Bodo Schackow/dpa
Von den rund 480.800 auf dem Gelände der Wartburg gezählten Gäste haben knapp 270.400 auch Tickets fürs Museum, Konzerte und andere Veranstaltung auf der zum Unesco-Welterbe zählenden Burg gekauft. (Archivbild) / Foto: Bodo Schackow/dpa

Kultur-Highlights und ein überarbeiteter Burgenbauplatz sollen 2025 zum Welterbe Wartburg locken. Aber: Eine neue Sonderausstellung gibt es nicht und bei Sanierungsarbeiten dafür noch Fragezeichen.

Besucher der Wartburg können sich in diesem Jahr auf einen neugestalteten Burgenbauplatz auf dem Gelände des Unesco-Welterbes freuen. Der etwa 20 Jahre alte Burgenbauplatz auf der Westseite der Höhenburg werde grundlegend überholt, teilte die Wartburg Stiftung mit. An sechs Stationen sollen Gäste künftig etwa anhand von Nachbauten und Mitmach-Möglichkeiten nachvollziehen können, wie im Mittelalter Burgen entstanden. Die neu gestaltete Anlage soll am 26. April eröffnet werden.

Eine neue Sonderausstellung werde es dieses Jahr nicht geben. Stattdessen soll die bisherige Schau «Von der Wartburg ins Thüringer Burgenland» bis zum 11. Januar 2026 verlängert werden. Dies sei zum einen dem Erfolg der Schau - 170.300 Gäste zählte sie bis zum Jahresende 2024 - geschuldet, so Stiftungssprecher Andreas Volkert. Zum Anderen sei die Ausstellung über die Vielfalt der Thüringer Burgenlandschaft teuer gewesen und solle daher nachhaltiger genutzt werden.

100 Mal «Tannhäuser»

Unter den vielen Konzerten und anderen Veranstaltungen, die auf der Wartburg 2025 geplant sind, sticht besonders die 100. Aufführung von «Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg» hervor. Seit 2003 wird die Oper von Richard Wagner um den sagenhaften Sängerkrieg auf der Wartburg in der Originalkulisse des Festsaals jährlich mehrmals gezeigt. Die sieben Vorstellungen dieses Jahr sind jedoch bereits ausverkauft. 

Viel zu tun an historischen Mauern

Die der Sage nach 1067 gegründete und 1080 erstmals urkundlich erwähnte Wartburg ist quasi ein Dauersanierungsprojekt. Ausschreibungen für umfassendere Ertüchtigungen etwa am Palas laufen aktuell. Mit dringenden Arbeiten am von Feuchtigkeit gezeichneten Bergfried könnte abhängig von Fördermitteln noch in diesem Jahr begonnen werden, hieß es.

Viel Arbeit und Geld müssen in das seit längerem nicht mehr als solches genutzte Hotel auf der Wartburg fließen. Mit den aktuellen Fördermitteln für Bau- und Werterhalt könne die nötige Voll-Sanierung nicht gedeckt werden, hieß es. Deshalb solle das Gebäude zunächst so weit ertüchtigt werden, dass es dort voraussichtlich 2027 wieder ein gastronomisches Angebot geben kann. Für weitere bauliche Etappen, um später wieder einen Hotelbetrieb zu ermöglichen, müsse noch die Finanzierung erarbeitet werden.

Mehr und weniger Besucher

Rund 480.800 Gäste zählte die Stiftung insgesamt auf dem Burg-Gelände 2024. Davon kauften knapp 270.400 Tickets fürs Museum, Konzerte oder andere Veranstaltungen. Während bei der Gesamtbesucherzahl so ein Plus von rund 6.000 verglichen mit 2023 entstand, ging die Zahl zahlender Besucher laut Stiftungssprecher um knapp 2.500 Gäste etwas zurück. Seit der Corona-Pandemie machten sich fehlende Busreisegruppen bemerkbar.

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