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Weimar soll das «Faust-Fieber» packen

Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, möchte Weimar im Themenjahr ins «Faust-Fieber« versetzen.  / Foto: Martin Schutt/dpa
Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, möchte Weimar im Themenjahr ins «Faust-Fieber« versetzen. / Foto: Martin Schutt/dpa

Eine der größten Kulturstiftungen Deutschlands konzentriert sich 2025 auf eines der berühmtesten Werke der Literaturgeschichte.

Johann Wolfgang von Goethes weltberühmtes Werk «Faust» steht in diesem Jahr im Fokus der Klassik Stiftung Weimar. Gleich fünf Ausstellungen und Präsentationen in verschiedenen Häusern der zweitgrößten Kulturstiftung Deutschlands widmen sich dem zweiteiligen Drama, an dem der Dichterfürst fast sein Leben lang schrieb. Stiftungspräsidentin Ulrike Lorenz warb für ein «fantastisches Themenjahr zu einem der größten Werke der Literaturgeschichte». Es gehe darum, Weimar ins «Faust-Fieber» zu versetzen.

Eröffnung passend zur Hexennacht

Zur Eröffnung des Themenjahrs an der zum «Faust» passenden Walpurgisnacht am 30. April werde ein Umzug mit Tierfiguren aus dem Drama durch die Stadt ziehen, kündigte Lorenz an. Dann werde etwa auch die Hauptausstellung im Schiller-Museum eröffnet. Dort werde der «Faust» museal inszeniert, sagte die für die Dichterhäuser der Stiftung zuständige Petra Lutz. Filme werden zu sehen sein und Arbeiten des Comic-Künstlers Simon Schwartz zum faust'schen Stoff. 

Bibliothek, Archive und Museen dabei

Vor allem sollen aber Objekte aus Goethes eigenen Sammlungen gezeigt werden, die mal einen direkten und mal einen eher grundsätzlichen Bezug zum Drama haben. Darunter etwa eine Phiole, Kohle- und Torfstücke sowie Grafiken, die sich auf die mythologischen Seiten des Faust-Stoffs beziehen. 

Aber auch im Nietzsche-Archiv, im Goethe- und Schiller-Archiv, das laut Stiftung die weltweit umfangreichste Sammlung von Manuskripten zu «Faust I» und «Faust II» beherbergt und im Bauhaus-Museum wird das Drama Thema sein. Ebenso blickt die Herzogin Anna Amalia Bibliothek - die wiederum laut Stiftung mit mehr als 21.000 Objekten und Publikationen die weltweit größte «Faust»-Sammlung beheimatet - auf die Faust-Teufelsfigur Mephisto.

250 Jahre Ankunft in Weimar

Anlass für das Themenjahr ist die Ankunft Goethes in Weimar vor 250 Jahren. Damals hatte er bereits Teile des «Faust» in der Tasche. Der Stoff um die tragische Beziehung zwischen dem Gelehrten Faust und Gretchen und um den aus Wissensdurst heraus geschlossenen Teufelspakt beschäftigte Goethe quasi sein Leben lang. Die vollendete Version des ersten Teils wurde 1808 veröffentlicht. «Faust II» wurde wie von Goethe (1749 - 1832) gewünscht erst nach seinem Tod herausgegeben.

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