Die Südthüringer Handwerkskammer zeigt sich besorgt angesichts möglicher Gegenmaßnahmen Deutschlands und der EU gegen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten drastischen Zölle. «Die Handwerksbetriebe in Südthüringen sind in besonderem Maße durch Importzölle und Konjunkturschwankungen gefährdet», so Hauptgeschäftsführer Alexander Voigt. Vor diesem Hintergrund werbe die Handwerkskammer (HWK) für eine besonnene Reaktion Deutschlands und Europas.
Viele Betriebe seien auf importierte Rohstoffe, Komponenten oder Spezialwerkzeuge angewiesen. «Importzölle würden die Kosten für diese Vorleistungen unmittelbar erhöhen, was die Gewinnmargen schmälern oder Preiserhöhungen für die Endverbraucher nach sich ziehen würde», so Voigt. Zögerlicher Konsum der Verbraucher in wirtschaftlich unsicheren Zeiten könne die Betriebe darüber hinaus zusätzlich belasten.
Die wirtschaftliche Lage sei für das Südthüringer Handwerk ohnehin bereits angespannt, erläutert HWK-Präsident Mike Kämmer. Das Geschäftsklima habe im zurückliegenden Jahr einen Tiefpunkt erreicht, Aufträge und
Umsätze seien in zahlreichen Branchen rückläufig. Zugleich zeige der Fachkräftemangel immer deutlicher Auswirkungen. Eine wachsende Zahl von Südthüringer Handwerkern sehe sich in diesen Tagen tief verunsichert. Ein umfassender Handelskonflikt müsse um jeden Preis vermieden werden, so HWK-Präsident Kämmer.
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