Thüringens Steuerfahnder haben im vergangenen Jahr für zusätzlich rund 25,5 Millionen Euro in der Landeskasse gesorgt. Im Vergleich zum Jahr zuvor flossen damit rund fünf Millionen Euro mehr an den Fiskus. 2023 wurden nach Auskunft des Finanzministeriums rund 20,4 Millionen Euro und 2022 etwa 29,3 Millionen Euro an hinterzogenen Steuern aufgespürt. Das steuerliche Mehrergebnis unterliegt normalen Schwankungen.
In Thüringen befinden sich die Steuerfahndungsstellen zentralisiert in den Finanzämtern in Gera und in Gotha. Die dort beschäftigten 72 Mitarbeiter sollen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufdecken. 2024 prüften die Fahnder 318 Fälle und leiteten 143 Strafverfahren ein. Diese werden von den Staatsanwaltschaften oder den Bußgeld- und Strafsachenstellen der Finanzbehörden geführt.
Im Zuge der Ermittlungen verhängten Gerichte im vergangenen Jahr gegen Steuersünder Freiheitsstrafen von zehn Jahren und einem Monat. Ferner wurden Geldstrafen, Geldbußen und -auflagen in Höhe von rund 528.205 Euro verhängt.
Finanzministerin Katja Wolf (BSW) bekräftigte, die Bekämpfung von Steuerhinterziehung weiter voranzutreiben. In Zukunft sollten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um noch mehr Steuergerechtigkeit und eine effektivere Strafverfolgung zu gewährleisten, erklärte die Ministerin.
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