Mit einer Gedenkfeier wird am Sonntag (10.00 Uhr) an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar vor 80 Jahren erinnert. Etwa zehn Überlebende erwartet die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora dabei in der Weimarhalle. Auch Angehörige und Nachfahren sind geladen. Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff soll eine Gedenkrede halten.
Am Nachmittag folgt eine Kranzniederlegung auf dem ehemaligen Appellplatz des Lagers. Dort soll nach Angaben der Gedenkstätten auch Naftali Fürst sprechen. Der 92-jährige Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos überlebte als Kind die KZ Auschwitz und Buchenwald.
Im Vorfeld der Gedenkveranstaltungen war Streit zwischen der Gedenkstätte und der israelischen Botschaft wegen der geplanten Rede eines von der Botschaft kritisch gesehenen Philosophen bekanntgeworden.
In das KZ Buchenwald bei Weimar und seine 139 Außenlager hatten die Nationalsozialisten seit dem Sommer 1937 mehr als 280.000 Menschen verschleppt. 56.000 Menschen wurden ermordet oder starben an Hunger, Krankheiten, durch Zwangsarbeit oder medizinische Experimente.
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